Bauten und Projekte
Uwe Klasing, Dipl.-Ing. Architekt BDA


Hotel Schloß Neuhardenberg,
Die Innearchitektur




Die Inneneinrichtung von einigen Hotels hat sich zwar in den letzten Jahren erfreulich verbessert, im Allgemeinen sind aber immer noch Gestaltungsansätze gefragt, die man als gedankenlosen Kitsch bezeichnen muss.
Es scheint dabei eigentlich darum zu gehen, wie man mit geringstem Einsatz dem Gast den Eindruck vom Pompösität vermitteln kann damit er denkt, er bekommt auch was für sein Geld. Die Hotels der Welt sind deshalb mit entsprechend dicken Teppichböden und Styroporstuck ausgestattet.
Das Problem scheint dabei zu sein, dass solche "Hotelprofis" ihren Kunden die gleiche kulturelle und intellektuelle Einfältigkeit unterstellen, die sie selbst antreibt. Wenn man auf der Durchreise ist, dann stehen zunächst mal andere Dinge im Vordergrund. Wie ist die Verkehrsanbindung? Wie schnell und wie gut ist der Service? Wie attraktiv ist die nähere Umgebung?
Für den Geschäftsreisenden hat die Austauschbarkeit der Einrichtung sogar den Vorteil, dass er sich sozusagen blind im Zimmer zurechtfindet.
Für ein Gästehaus oder eine Begegnungsstätte, wie Neuhardenberg heute heißt, kann diese Argumentation nicht gelten.
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